Nutzen Sie die Vorteile dieser starken GemeinschaftSitemap  
Freitag, 23. November 2018 10:00 Uhr Alter: 328 Tage
Kategorie: 402_Baugewerbe

Dieselkrise: Baugewerbe warnt vor Baustopp


Die von den Verwaltungsgerichten für Köln, Essen und Gelsenkirchen ausgesprochenen Dieselfahrverbote zum Juni 2019 drohen den öffentlichen und privaten Bausektor in NRW still zu legen, mahnen die Innungen des Bauhauptgewerbes in NRW. „Erneuerung und Ausbau von Infrastruktur und der Wohnungsbau müssen in NRW auch nach dem Juni 2019 weitergehen.

Umweltministerin Ursula Heinen-Esser muss jetzt die Bezirksregierungen im Land anweisen, den gewerblichen Verkehr in den Luftreinhalteplänen umfassend von den Fahrverboten freizustellen“, fordert Ralf Landwerth, Obermeister der Baugewerbe-Innung Münster.

Den 12.500 überregional tätigen Unternehmen des Bauhauptgewerbes in NRW drohe, dass sie in wenigen Monaten tausende Baustellen nicht mehr anfahren könnten. Sowohl das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wie auch die Verwaltungsgerichte in NRW hätten in ihren Urteilen auf die Möglichkeit verwiesen, den gewerblichen Verkehr von Fahrverboten freizustellen.
„Diese Freistellungen müssen jetzt kommen!“, fordert Ralf Landwerth. Die streitigen Fragen, ob und wann Nutzfahrzeuge bei entsprechender Förderung umgerüstet werden könnten, müssten hintenanstehen.

„Das Baugewerbe hat erst zum Jahr 2016 die Fahrzeugflotten auf die Schadstoffnormen 4 und 5 mit grüner Plakette umgerüstet. Es kann nicht drei Jahre später schon wieder umrüsten“, ist Bauunternehmer Ralf Landwerth überzeugt.